Montag, 20. September 2010

Coffs Harbour

An der Ostküste in Coffs Harbour angekommen, wurden wir erstmals von angenehm milden Frühlingstemperaturen begrüßt. Nach einer erholsamen Nacht ohne Fleecepulli und Heizung überlegten wir uns also, was wir bei dem tollen Wetter unternehmen wollen. Unsere Entscheidung viel auf den Besuch eines Wochenmarkts am Hafen und eine Runde Go Kart. Leider wurden wir aber nach dem Frühstück abermals von unserem alten Bekannten, dem Regen, besucht. Da wir inzwischen alle recht wetterfest waren, machten wir uns trotzdem auf dem Weg zum Markt der „Bananenhauptstadt“. Dort angekommen, konnten wir zum ersten Mal Surfer beim Wellenreiten beobachten. Auch der Zuckerwatte-Stand und das Seafood-Restaurant blieben natürlich nicht verschont…

Da auf dem Flyer der Go Kart Bahn stand: „Open 7 days a week, all weather“ wollten wir uns natürlich auch den Spaß nicht entgehen lassen. Leider mussten wir an der Bahn angekommen jedoch feststellen, dass keiner da war…


Am Abend machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt, um gemütlich ein, zwei ,… Bierlis zu trinken. Gerade als es gemütlich wurde, hieß es jedoch auf einmal „Austrinken – Sperrstunde“. Und das um ca. 23 Uhr!!

„Neuer Tag – neues Glück“ dachten wir uns am nächsten Morgen und machten uns erneut auf den Weg zur Go Kart Bahn. Immerhin ist diese ja 7 Tage die Woche geöffnet! Tja, war wohl gerade Betriebsurlaub, denn wieder standen wir vor verschlossenen Türen… So entschlossen wir uns, nach Port Macquarie weiterzufahren.

Samstag, 18. September 2010

Waterfall Way

Am nächsten Tag wurde dann die Etappe von Armidale nach Coffs Harbour angetreten. Es fand sich die sogenannte Waterfall Way, und die Straße trägt diesen Namen nicht zum Spaß. Äußerst imposante Schluchten und die darin enthaltene Wasserfälle sorgten für offene Mäuler und beeindrucktes Staunen. Zusätzlich dazu bot sich noch der Ausblick über eine J.R.R. Tolkien-artige tiefgrüne Hügellandschaft, die sich bis zum Horizont dahinzog. Am Ende des Tages waren dann noch die 'Cathedral Rocks' an der Reihe, ein Riesenhaufen gigantischer, runder Felsblöcke, die einfach so zu hunderten in der Landschaft zu liegen schienen. Ein ganzer Hügel war von diesen oft meterhohen Felsblöcken regelrecht besetzt worden, in den unmöglichsten Winkeln lagen die Brocken aufeinander. Keiner von uns konnte sich erklären, wie diese Steinchen an diese Stelle gelangt sein konnten (göttliches Murmelspielen kommt einem in den Sinn...)!

Armidale

Nach kurzer organisatorischer Umstrukturierung wurde relativ kurzfristig beschlossen, den schon seit längerem geplanten Ausflug in einen Weingarten (Whinery) durchzuziehen. Per Taxi ging es in die Anlage, die den Namen 'Peterson' trug. Ein markanter Architektur-Stil sorgte schon vor der Verkostung für Staunen. Dann wurde uns kostenlos eine beeindruckende Auswahl von Weiß-, Rot- und Süßweinen zur Verköstigung eingeschenkt. Ein Traum für uns vorbelastete Studenten! :-) Unsicher über die korrekten Gepflogenheiten eines solchen kulinarischen Events, entschieden wir uns dann recht bald für 2 Flaschen Weißwein, um diese dann gemütlich im Garten sitzend mit einer viel zu kleinen und dementsprechend zu teuren Käseplatte zu verzehren. Maßstabsgetreu angeheitert wurde dann am späten Nachmittag die Heimfahrt angetreten. Im Taxi versteht sich natürlich! Dann folgte das bereits jetzt legendäre 'Tortilla-Futtern von Terra australis 2010'. Es war ein wahrlich historischer Moment als Hubert Griessner (jawohl, DER), soviel Essen zu sich nahm, dass er akut von Erbrechungsgefahr bedroht war (Zitat: „Chris, geh weg vo mia, i speib sist!“)

Freitag, 17. September 2010

Dubbo - Western Plains Zoo

Passend zu den ewigen Weiten des Landes und der lähmenden Eintönigkeit der schnurstracks verlaufenden Highways fand sich in der 40.000 Einwohner-Gemeinde Dubbo ein überdimensionaler Zoo, der die wichtigsten und imposantestn Tierarten aus allen Ecken dieses Erdballs zu bieten hatte. Voller Begeisterung beobachteten wir den Schautanz des Gibbon-Affen und liesen uns von dessen fast schon lächerlich großartigen akrobatischen Bewegungen und Tree-Dancing-Moves faszinieren. Etwas überrascht waren wir ebenso, als wir hautnah miterleben durften, was passiert, wenn man zu nahe an die Brutstätte der freilebenden Magpie-Vögel gerät: Sie attackieren im Sturzflug deinen Kopf!! Nicht umsonst wird empfohlen in der Brutzeit, Mai bis Oktober, eine Kopfbedeckung zu tragen und besonders achtsam an Bäumen vorbeizugehen. Zu anfangs noch verlacht, wurden nach mehreren überraschenden Attacken die Baumwipfel mit größtmöglicher Vorsicht bedacht und die Warnungen sehr ernst genommen.

Mildura

Nach zwei entspannten Klettertagen machten wir uns auf den Weg nach Mildura. Geplant war die Besichtigung der „Great Walls of China“ im Mungo Nationalpark. Da das Wetter aber wieder mal nicht mitspielte und die Straßen unbefahrbar waren, beschlossen wir kurzerhand, einen „Fahrttag“ einzulegen. Zurvor mussten wir uns aber noch mit Proviant versorgen. Trotz unseres perfekt und ordnungsgemäß eingeparkten Campers, war der australische Besitzer eines roten Pickups der Meinung, mehr Straße zu benötigen als gut für ihn war. Also rammte er kurzerhand die Rückseite unseres Wohngefährts um sich dann aufzuregen, dass wir zu viel seines Weges benützen würden. Manf, der kurz nach dem Unfall den Laden in dem wir uns befanden verließ, um schon mal die Mucke für die Weiterfahrt bereitzustellen, wurde lautstark von dem aufgedrehten Typen zurecht gewiesen. Dieser suchte aber dann, wahrscheinlich der Tatsache gewahr werdend, dass es seine Schuld ist, wenn er irgendwo rein knallt und dass nur sein Kübel einen Schaden von dem Aufprall davon trug, das Weite, um uns dann noch aus knapp 100 Metern Entfernung beim Einsteigen zu beobachten und sogar einige Fahrmeter zu verfolgen, wobei er aber relativ bald aufab und abdrehte.
Von da an ging es Schuss weiter und wir reisten 800 km weiter in den Osten nach Dubbo.

Mt. Arapiles

12 km westlich von Natikum liegt das Felsenkletterer-Mekka Mt. Arapiles State Park. Wir trafen auf ein grandioses Boulder- und Klettergebiet, welches für jeden wunderschöne Routen im passenden Schwierigkeitsgrad bot.
Der optisch atemberaubende Gipfel des Mt. Arapiles, welcher sich aus einer ansonsten vollkommen 'brettlebenen' Landschaft erhebt, bot uns eine spektakuläre Aussicht über mehrere Salzseen und endlose Weiten.


Klettergebiet in den Grampians – Backwall

Autor: Chris
Nach einer ruhigen Nacht im Nationalpark war es dann endlich so weit und es durften auch mal die Kletterherzen unter uns zu pochen beginnen. Eifrig packten wir unsere Rucksäcke – Kletterpatschei, Sitzgurt, Seile, Karabiner, Expressschlingen, Wasser und nicht zu vergessen eine große Portion gute Laune. Das Wetter war auf unserer Seite, kühl und trocken.


Angekommen im Gebiet (Name?) machten wir uns voller Erwartung auf Erkundungstour. Ein toller Anblick dieser, mit roten Streifen durchsetzte, Kalkstein, zerklüftet und ausgewaschen vom Regenwasser. Die Steinkundigen unter uns glaubten es als Karstgestein bezeichnen zu können. Dieser Fels bietet an manchen Stellen tausende fein untergliederte, kantige Griffe und ist zum Großteil doch glatt wie ein Babypopo. Zu unserem Leid mussten wir gleich zu Beginn feststellen, dass die Aussies hier keine Einbohrhaken haben, nur ganz rar findet man einzelne, also schätzungsweise im ganzen Gebiet drei ;). Nichts destotrotz, der alte Haudegen Hubert, der erfahrenste Alpinist unter uns Jungfrauen, hatte sofort eine Lösung zum Problem parat; Toprope (Das Seil wird sozusagen am Gipfel befestigt.).
Über Umwegen erreichten Chris und Hubert das Top der Routen auch ohne Seil und  nutzten den zerklüfteten Fels als Sicherung. Chris meinte: „Gut, dass das die Anderen nicht sehen!“ Von diesem Stand konnten wir einige schöne top rope Touren klettern.



Später positionierten die Fanaten das Top nocheinmal neu, um zwei „Bonusrouten“ klettern zu können. Als schlussendlich doch noch allen die Kraft und die Muse ausging, machten wir uns auf in das kleine Städtchen Horsham um bei Moe`s, dem Mexikaner, ein paar Taccos zu uns zu nehmen. Zu unserem Bedauern war der ziemlich teuer und die Portionen glichen uns ausgehungerten, kraftlosen Europäern einer Kinderportion. Das passte irgendwie so gar nicht zu den sonst so amerikanisch angehauchten Dimensionen der Australier. Dafür gab es dann, als Sahnehäubchen auf dem Eis – weil zur Kirsche wären wir einfach nicht gekommen – einen Donut. Es sei an dieser Stelle angemerkt, für sechs ausgewachsene Ösis kann man schon mal für 270 AUD Essen kaufen. Auch wenn einem das auf den ersten Blick als viel erscheint, das sind ca. 30 Euro pro Person. Damit sind vier Tage voller Bauch (bei gutem Koch mit Kirsche ;) ) garantiert. Wie immer, leben wir Studierenden, ein bescheidenes und verarmtes Schlampenleben (Mamma´s, Papa´s bitte gebt uns mehr Geld, denn die Nacht ist Teuer) **schmunzel**. Alle todmüde und vollgepumpt mit Glücksgefühlen vom schlussendlich doch noch reichlichem Essen bewegten wir uns einige Kilometer nördlich von Horsham zu einer kleinen Kreuzung auf einer Schotterstraße wo wir unser Lager aufschlugen.

Spruch des Tages: „Do drüben is ob sofort a  „restricted area“! Des güt für olle!“ (Insiderscherz)

Grampians Nationalpark


Unser ständiger Reisebegleiter, der Regen, verfolgte uns bis in die Grampians. Starke Regenfälle machten die Straßen teilweise unpassierbar, weshalb wir unser Programm etwas kürzen mussten.
Wir fuhren in den Norden der Grampians und suchten uns einen netten Campingplatz. Wir fanden einen gemütlichen Campingplatz mit noch gemütlicherem Besitzer und netten Dauercampern vor.
Die wenigen Sonnenstrahlen am Nachmittag nutzten wir für unsere erste australische Grillerei mit anschließendem Rugbyspiel, welches in einer halsbrecherischen Ballrückholaktion über jurassicparkähnliche Elektrozäune mit agressivem Grundbesitzer endete. Am nächsten Tag wurde nämlich die berümt-berüchtigte 'Rückkehr zum Tatort' durch Chris und Kevin bestraft: Der scheinbar paranoide Grundbesitzer sah die Kerle am Zaun stehen und kam daraufhin mit seinem Pickup-Truck zu unserem Standplatz gefahren, um dem nichtsahnenden Chris eine F-Word-gespickte Standpauke zu geben. Sie endete mit den Worten: „You better get lost!“. Es gibt also auch Guys down under, die weniger locker eingestellt sind :-)

Spruch des Tages: „Unverständliches...fuck...Unverständliches...fucking car...Unverständliches...FUCK!!! Yop yop, I'm an aussie!! (irgend a Aussie)



Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu den Mc Kenzie Falls.


Auf dem Weg zu den Wasserfällen, erspähten wir unser erstes freilebendes Känguru. Da wir uns damit nicht begnügen wollten, machten wir uns kurzerhand auf „Kängurujagd“ in die umliegende Pampa. Nach einer Stunde des Herumirrens und einen Känguruanblick reicher, machten wir uns im Dunklen auf den Weg zu unserem Nachtlager und stellten fest, dass direkt neben der Straße riesige Känguruherden zu sehen waren. Nach etlichen „Moi“, „Schau“, „Ui“ fuhren wir schließlich zu unserem Lager weiter.

Spruch des Tages: „May we use the water in the toilets also for our camper?“ - „Sorry, there is no water in the toilets, it's a drop toilet!“

Mittwoch, 15. September 2010

Great Ocean Road

Am nächsten Tag ging es dann raus aus den dicht besiedelten Gebieten und ab ins Hinterland. Doch zuerst mussten wir uns bzw. die auserkorenen Fahrer mit Hilfe ihrer Copiloten sich mit den Straßenverhältnissen und -gepflogenheiten zurechtfinden, was sich als nicht unbedingt einfach herausstellte. Doch nach so manch verpasster Ausfahrt und gelegentlichen „Oida, auf da linken Seit foahn!!“-Schreien, schafften wir es dann doch noch unbeschadet in die weniger bevölkerten Areale unseres Tourplanes. Ist halt alles ein Lernprozess. Ab da ging es dann zügig auf den ausladend gebauten Straßen dahin, bis wir sprichwörtlich am Ende angelangt waren. Am Meer nämlich. Und obwohl sich aufgrund der nicht unbedingt typisch australischen Temperaturverhältnisse nicht so richtig Badestimmung einstellen mochte, flößte uns die unfassbare Aussicht doch einiges an Erfucht ein.


Auf der Fahrt zu unserem zweiten Campingplatz wurde dann erstmal ausgelassen gefeiert, diverse Biere und Whiskeys vernichtet und in voller Lautstärke einige Gassenhauer wie „My Boney is over the Ocean“, „Bycicle“ oder „Fuck her gently“ geträllert und spätestens bei unserer Ankuft stellte sich das heiß ersehnte Austalien-Feeling ein.



Wir bekamen nämlich die ersten Koalas zu Gesicht. Diese wurden von uns zu Anfang vor allem mit ungläubigen Blicken beäugt („Is des a Stoffviech?“), da sich ihr Bewegungssdrang hauptsächlich darauf beschränkte, sich mit Eucalyptus vollzustopfen. Ein Koalaweibchen hatte sogar ihr Junges dabei, welches sich herzerweichend an seine Mutter klammerte, was bei Ines etwas höhere, für das menschliche Ohr kaum noch hörbare „Moooiiii!!“-Laute auslöste.



Am darauffolgenden Tag ging es dann ab Richtung NAME Jungle, ein gigantischer Regenwald mit Eucalyptusbäumen, welche bis zu 100m hoch werden können. Zu unserem Erstaunen waren die Dinger auch noch innen Hohl und bei ausreichender Größe praktisch bewohnbar. Dort gab es auch lustige Farne zu bestaunen, welche aus den Baumstümpfen längst verstorbener Bäume wuchsen. Die Sportler unter uns ließen sich es auch in diesem Dickicht nicht nehmen, auszuprobieren, ob sie einige präzise Schüsse mit dem Football hinkriegen würden („Der Boi lond mit 90 prozentiger Sicherheit im Urwoid.“).


Anschließend durften wie die „Twelve Apostel“ (voll die Verarsche, das sind eigentlich nur noch 6!!) bewundern. Riesige, an der Küste gelegene Gesteinsbrocken, die vor allzu, allzu langer Zeit noch Teile der Küste gewesen sein dürften, durch Erosion inzwischen aber zu majestätischen Gebilden mitten im Meer geworden waren. Die „Gibson Steps“, eine Treppe entlang den gigantischen Klippen hinunter, hinabgestiegen, konnten wir noch gemütlich dabei zusehen, wie ein paar Angler versuchten, in der Brandung nach Essbarem zu fischen. Wie das bei dem Wellengang funktionieren soll, fragt wen anderen, aber die Typen werdens schon wissen.


Nachdem der Treibstoff nicht mehr ausreichte, um einen Campingplatz anzufahren und alle Tankstellen bereits geschlossen waren, stand uns die erste Nacht mit Wildcampen bevor...naja...so wild wars dann auch nicht, wir standen da halt an irgend einem Parkplatz in irgendeinem Kaff mit geschätzten 5 Einwohnern.

Spruch des Tages (bzgl. Koalas): „Hoi ma an Football und schiaß mas ocha!“ (Chris)

Dienstag, 7. September 2010

Melbourne

Australien: Das unenteckte Land.... Zumindest für unsereins! Bereits kurz nach der Ankunft am Flughafen Melbourne zeigte sich die enorme Weite des Landes. Selbst das äußere Stadtgebiet von Melbourne ist von extrabreiten Highways und weiten Ebenen gekennzeichnet. Alle Autos und Trucks erscheinen für europäische Verhältnisse mehrere Nummern zu groß, wenn sie (auf der falschen Seite!) über den Asphalt donnern. Die Innenstadt von Melbourne brachte uns andauernde Ausrufe des Erstaunens und der Bewunderung über die Lippen („Whoa!“ „Gib da den geilen Scheiß!“ usw. :-)). Das völlig uneuropäische Großstadtfeeling überwältigte uns vollkommen. Von der Warte her lässt sich Melbourne wahrscheinlich sehr mit amerikanischen Städten vergleichen.


 
Hot Spots: Melbourne Aquarium und Eureka Tower mit Skydeck. Extrem interessantes 'Haus des Meeres – Australian Style' mit haufenweise noch nie gesehenem Fischvolk. Highlights: Durchsichtige, discokugelmäßig leuchtende, wie Steine oder Moos aussehende Fische und gigantische 1 m – große Krabben (fucking creepy!); sowie Pinguine, die in Formation wie auf Crack durch das Wasserbecken rauschen. Endpunkt stellte ein gigantisches Becken mit mehreren Durchgängen dar, in dem es von großen Fischen, Haien und gigantischen (das Wort ist hier wirklich angebracht, kein Scheiß!) Rochen nur so wimmelte. Beweisfoto unten (kein Fake, auch wenn es zu gut aussieht, um wahr zu sein!).


 
Nächster Punkt: Eureka Tower mit Skydeck. 300 m hoch, lieferte dieser Bau einen unvergleichlichen Blick über die gigantische Metropole Melbourne. Schier unendlich ziehen sich die Straßenzüge in die Ferne, am Horizont lässt sich das Meer erblicken (wo gerade eine beeindruckende schwarzblaue Gewitterfront aufzog). In der aufziehenden Dämmerung wurde nach und nach die Beleuchtung aufgezogen, was schrittweise zu noch spektakuläreren Bildern führte. 2 Wagemutige („waxe saun“ :-)) wagten den Gang auf „the edge“, eine Art ausziehbarem Raum, von dem aus man via Glasboden einen barrierefreien und schweißtreibenden Ausblick auf die Staßenzüge beinahe 300 m weiter unten hatte (ein wahrer Adrenalinschub!)


Spruch des Tages: „He, i wü wissn, ob des a Kamera is, duad amoi eppan sei Zipfe aussa!“

Anreise

Grandioser Auftakt: In Kopenhagen gelangten wir aufgrund von zu großer Verspätung (!) in das unglaubliche Privileg, in der Klasse „Economy Extra“ Plätze zu Erlangen (Chris ausgenommen :-(), Beinfreiheit deluxe, das A-Team im Bildschirm, sowie alkoholische Wachmacher sorgten für einen völlig überraschenden Luxus-Flug!

Economy Extra!!
Anschließend mussten 10 Stunden Bangkok-Aufenthalt hinter sich gebracht werden. Erster Eindruck: Klimaanlagen auf Hochdruck. Nach dem Verlassen des Zuges, zeigte sich auch augenscheinlich warum: Ein Schwall von Heißluft wehte uns entgegen, enormer Kontrast! Sobalds in die nächste Straßenbahn ging, war es wieder schweinekalt. Nicht gerade der Gesundheit förderlich. Während der Zugfahrt ins Zentrum prägten Sümpfe, erbärmliche Buden und witzig anzusehende Brückenkonstruktionen die Landschaft. Die Einkaufszentren waren dann überraschend stark von Schickimicki-Lokalen, -Boutiquen und -menschen geprägt.  



Jedes brandheiße Tech-Gadget war dort zu entdecken und eine schräge thailändische Variante von DSDS wurde im Foyer veranstaltet (klassischer WTF-Moment). Die Stadt selbst war durch eine, sagen wir schmeichelhaft, „abwechslungsreiche“ Geruchskulisse geprägt: Süß-saure Duftwolken wechselten fliegend über in das 'charmante' Odeur von verwesendem Fisch und ähnlichem Ekel-Material. Vom Edel-Edel-Gigantomanie-geprägten Einkaufstempel ging es dann in die Feilscher-Märkte, wo einem 'edle Markenware zu unschlagbaren Preisen' :-) angeboten wurde (Tipp: Brieftaschen fest umklammern!). Nach engagiertem Feilschen wurden noch mehrere T-Shirts erstanden, während man sich gleichzeitig der unnachgiebigen Sextourismus-Keiler (siehe Spruch des Tages unten) erwehren musste.

Nach einer erfolgreichen Shoppingtour in Patpong, checkten wir wieder am Flughafen ein. Da die Dame am Schalter weder mit unseren Reiseunterlagen noch mit dem „hinterlegten“ Pass was anfangen konnten, holten wir uns dieses kurz vor der Passkontrolle doch wieder zurück. Im nachhinhein stellte sich ohnehin heraus, dass Pass und Planungsunterlagen für die weitere Reise sehr hilfreich waren!!!

Danach ging es weiter nach Melbourne. Zwar nicht ganz so komfortabel, aber dennoch thrombosefrei! ;-)

Spruch des Tages: „Pussy Ping Pong?“ (irgend a thailändischer Typ)